Heute war ich schon früher wach als gedacht und somit wurde die gewonnene Zeit am Morgen gleich genutzt um zacki-zacki das Nötigste zu futtern und dann aber auch direkt los zu fahren: Denn der Berg ruft!

Zu erst geht es ein Stück mit dem Auto in Richtung Süden. Nach ca. 15 Minuten erreichen wir den Parkplatz Bayerwald (5,- Eur Parkgebühr für den ganzen Tag). Es scheint nicht all zu voll zu sein, also Rucksäcke aufsatteln, Wanderstöcke präparieren und los geht’s!

Schon die ersten Schritte in Richtung erstem Etappenziel, der Sonnberg-Alm auf 1485m, scheinen vielversprechend anstrengend zu werden. Es geht gleich in Serpentinen auf – Der Wille ist da, die Muskeln mehr als frisch und der Ehrgeiz lässt nicht locker. Also weiter, immer weiter! ?

Es geht wirklich unerbittlich hoch und hoch und weiter hoch, über Stock und über Stein, über trockene Bachläufe und umgekippte Bäume, sehr schmale und auch mal etwas weniger schmale Wege, teils sehr matschig und voll Geröll und zu selten einfach mal gerade aus! Der Weg schlängelt sich recht schnell hoch, wodurch die Aussicht sehr schnell, sehr schön wird! Es lohnt sich also den oft nach unten gerichteten Blick auch mal nach links und rechts schweifen zu lassen.


Nach ca. 4 Stunden verlassen wir die Baumzone und erreichen lichteres Gelände und kurz darauf “auch schon” die Sonnberg-Alm – endlich! Erstmal ankommen und ein Spezi zischen!

Wer nun denkt, dies sei das Ziel, der irrt. Denn unser Hauptziel galt der Tegernseer Hütte, noch einmal 200m weiter oben!

Es geht noch mal kurz ein paar Meter, mit leichter Erhöhung, nach oben…

… und dann stehen wir auch schon vor der Steilwand! Ähm!?!? Da hoch!?!? Ich??? Du??? Ähm!?!?! Jaaaaaa, okay – Poock mer’s!



Schwindelfrei sollte man schon sein, wenn man dieses Stückchen Fels erklimmen möchte. Okay, schwindelfrei bin ich! Dachte ich zumindest!

Es hat auf beiden Seiten viel Kraft benötigt um die Steilwand zu meistern, geistig und körperlich… Oben angekommen erreichen wir nass verschwitzt die Tegernseer Hütte. Ein Spezi darf auch hier nicht fehlen!

Fazit: Heftig, alter Schwede! Aber Erfolg auf ganzer Linie! Wir haben’s geschafft. Man sollte in Bayern keinem Hüttenwirt trauen, der einem sagt: “Das schafft ihr schon, das ist ein Altfrauen-Steig!” … Ich frag mich heute noch, wie genau meine Oma da hoch kommen soll!? ?