Sonnenschein und Schnee

An unserem letzten Tag hatte Äkäslompolo für uns noch einmal richtig schönes Wetter parat. Und auch wenn wir – weil vorher so vorgenommen – die meiste Zeit mit Skifahren in Finnlands größtem Skigebiet beschäftigt waren, haben wir trotzdem noch ein paar Fotos hin bekommen.

Dicker Eispelz der Tannenbäume.
Nur weil die Sonne scheint muß es nicht warm sein.

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann noch auf die Idee gekommen komplett auf den Ylläs (781m ü NN) hoch zu fahren – das hatten wir auch bei unseren Besuchen vorher in Äkäslompolo nie gemacht. Allerdings konnten wir nicht zu viele Fotos machen – bei -26°C und einem absolut eisigen Wind (gefühlte -40°C) konnte man keinen Fotoapparat mit bloßen Fingern länger als 10 Sekunden bedienen…

Aber es hat sich gelohnt – von dort ließ sich dann der Sonnenuntergang besonders eindrucksvoll genießen.

Das sieht nicht nur kalt aus… Ninas happy place ?
Ja, es ist ein ganz normales Häuschen …. dass allerdings komplett eingeschneit ist.
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Ein Abenteuer für sich: die Rückreise

Eigentlich alles ganz easy. Zur Mittagszeit los in Kittilä, Zwischenstop in München mit 2,5h Umsteigezeit, am frühen Abend in Düsseldorf, gemütliche Fahrt nach Hause … was soll schon schief gehen?

Die Fahrt zum Flughafen in Finnland gestaltet sich tatsächlich noch sehr entspannt. Nicht zu früh aufstehen. Klamotten und Hüttenschlüssel in Ruhe abgeben. Noch einmal zum finnischen Bäcker. Fahrt durch idyllische Landschaft. Alles easy.

So schön kann eine Fahrt zum Flughafen sein.

Am Flughafen angekommen fängt es an zu schneien. Aber Frank weiß: “Die Finnen können mit dem Wetter umgehen – nicht wie am Münchener Flughafen!”

Pünktlich rein in den Flieger. Flieger enteisen: geht alles pünktlich und reibungslos vonstatten.

Enteisung Nummer 1

Leider haut dann ein paarmal das Timing mit dem Schnee-schippen auf der Startbahn nicht hin – so dass abwechselnd entweder die Startbahn voll Schnee liegt, oder das Flugzeug neu enteist werden muss…

Enteisung Nummer 2

Als es dann nach 1,5h endlich klappen KÖNNTE, kollabiert das Pushback Fahrzeug, welches unseren Flieger zurück auf die Landabahn hätte schieben sollen. Am Flughafen der pulsierenden Metropole Kittilä gibt es aber ja zum Glück zwei Pushback Fahrzeuge. Dumm nur, dass Pushback Fahrzeug Nummer 1 gestern bereits den Geist aufgegeben hat…

Also heißt es: warten auf den Mechaniker. Zum Glück haben die Piloten dann irgendwann auch die Nase voll. Die Durchsage: “Das Cockpit hat entschieden den Flieger nun manuell zu wenden! Das wird knapp mit dem Wendekreis, sollte aber klappen!” erlöst uns nach 2,5 Stunden Wartezeit im Flieger. Die Wendung klappt und wir schießen Vollgas über die grade wieder zuschneiende Startbahn den Wolken entgegen.

Schnee, jede Menge Leute die aufpassen dass wir beim Wendemanöver mit dem Flügel nicht das Flutlicht absäbeln und das am Trecker hängende Pushback Fahrzeug.

In München wirds dank dieses Schauspiels doch noch knapp. Aber da wir mit dem Bus am einen Flieger abgeholt und zum anderen gebracht werden, kriegen wir den Flieger und es kann doch noch halbwegs pünktlich zurück nach Düsseldorf gehen. Gut gemacht, Lufthansa!

Richtig – es war knapp in München. Und deswegen haben WIR den Umstieg auch geschaff. Auf unsere Koffer warten wir am Kofferband aber natürlich vergeblich. Also noch ab zur Reklamation in die Schlange stellen und die Zusendung unsere Koffer nach Hause organisieren.
Auf dem Rückweg nach Hause noch im Rewe vorbei Zahnbürsten kaufen. Von wegen wir sind entspannt am frühen Abend zuhause …

Die Koffer kamen dann zwei Tage später per Kurier bei uns zuhause an … merke: niemals den Versprechungen der Leute an der Kofferreklamation glauben (“Die sind spätenstens morgen bei Ihnen. Ganz sicher!”). Nina wußte vorher: “Das dauert zwei Wochen!”

Nicht pünktlich, aber trotzdem sicher angekommen.

Aber nicht die Gute Laune verderben lassen! Wir hatten einen schönen Urlaub! Und ganz ehrlich … was ist schon im Koffer was man zuhause wirklich vermissen würde?

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Nähdään pian Suomi!

Schwuppdiwupp … ist die Woche auch schon wieder um. Schade, das geht wirklich immer schnell. Aber schön wars, und viel haben wir erlebt.

  • Euphorisches Schneeschippen am ersten Tag
  • Rasantes Snowmobil
  • Schneeschuhwandern ohne Schneeschuhe
  • Siegreiches Eis-Karting
  • Mutiges Skifahren
  • Spurritzenreiches eFat-biken
  • 700km Eisstraßen (#kein-Asphalt)
  • Waghalsige Drohnenvideos
  • Umfangreiches Equipmentschleppen
  • Heiße Sauna
  • Kaltes Eisbad
  • Romantisches Kaminfeuer
  • Schönes Blockhaus
  • Lecker Lachs
  • Schmackhaftes Rentier (teuer!)
  • Teure Nahrungsmittel
  • Hilfsbereite Finnen
  • Professionelle Franzosen 😀
  • Eiskalter “Ülles” (-30°C)
  • Schneegekühlter Sekt
  • uvm…
Tschüss, bis zum nächsten Mal.

P.s.: Bleibt dabei… Auch wenn wir schon zurück fliegen, wir haben noch Futter für ein paar Posts in den nächsten Tagen!

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Ja, mir san mim Radl da!

Heute ging es kurzentschlossen mit dem Fatbike raus, denn das Wetter war unerwartet gut.

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Zwischendurch musste Frank noch einem wild gewordenen Franzosen, in seinem außer Kontrolle geraten Heißluftballon, der eine Bruchlandung in den Bäumen am See eingelegt hatte, zurück auf’s Eis helfen, damit er wieder aufsteigen konnte. Die Frage, ob ein Start auf dem Eis OK sei, beantworte Frank mit “Ach, du meinst mich!? Äh, keine Ahnung!” Worauf der Franzose im Heißluftballon nur sagte “Ach so, du kommst gar nicht von hier!!” … Ende gut, alles gut: Der Heißluftballon hat kein Loch ins Eis gebrannt und war am Ende, samt Franzose, wieder in der Luft. Na dann, gute Reise Pro! ???

??

Unser Ziel war heute das 15km entfernte Café Kotamaja, welches sich in einem kleinen Tal zwischen den Hügeln befindet.

Erreichbar für Wintersportler aller Art, maximal aber mit dem Snowmobil erreichbar, ging es für uns “quer Wald ein” über die Fatbike-Trails, bis hin zu unserem Ziel.

Atemberaubende Natur ?

Fazit des Tages: Fahr immer deinen eigenen Weg! ??

Schöner Tag ☀️
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Luftnummer?

Heute zur Abwechslung mal ein paar Bilder aus einer anderen Perspektive.

Unsere Blockhütte ist die ganz vorne rechts mit freiem Blick in den Wald – noch vor dem Sonnenaufgang fotografiert. Wer war denn da so früh wach?

Angefangen hat der Tag freundlich – mit freiem Himmel bei Sonnenaufgang.

Ganz in der Nähe unserer Blockhütte, 72m weiter himmelwärts. Im Hintergrund der “Ülles”.

Klar, dass es bei dem Wetter raus geht. Besser können die Bedingungen für unsere heutige Tour nicht sein!

In Schlangenlinie durch den Wald.
Und dann ist plötzlich die Sonne weg … bloß nicht den Überblick verlieren …

Das Wetter hätte heute echt besser kaum sein können. Klar – irgendwann sind noch mal ein paar tief hängende Wolken durchgezogen – aber bald war der Himmel wieder frei. Und das Ganze bei angenehm knackigen -10°C. Was will man mehr?

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Schneewanderung ?

Heute haben wir ausgeschlafen und sind nach einem leckeren Frühstück raus in den Schnee um ein wenig Footage für euch (und uns ?) auf zu nehmen.

Alles war dabei: Die 360-Grad-Kamera, Bibo, die Digitalkamera, der Arschlochkoffer, die Powerbank, jede Menge Kabel und Stative, 3 Handys und nicht zu vergessen, die GoPro. Chaos im “Kofferaum” ist also vorprogrammiert! Wer hat eigentlich behauptet dass Urlaub entspannt sei!? ? Aber hey, am Ende halten wir genau mit diesem Equipment unsere Erlebnisse für immer fest. ?

Jeder Flug ein Abenteuer! ?
“Landeplatz für Helikopter!” ?
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Winterwonderland ❄️

home sweet home

Es hat drei Jahre gedauert bis wir wieder zurück gekommen sind. Wie die Zeit vergeht!! Den ersten Abend haben wir natürlich direkt in unserem Lieblingsrestaurant, bei lecker Rentier- und Hirschfleisch mit Kartoffelpüree, Preiselbeeren und sauren Gurken, verbracht. Dazu gab es natürlich ein eiskaltes Karhu – Wohl bekomm’s! ?

Heute haben wir nur einen kleinen Schneespaziergang unternommen und wärmen unsere Füße schon wieder am Kamin auf ? Auch unser Bibo hatte heute seinen Testflug bei Schnee. Hat alles gut geklappt, wir sind also bereit und gut ausgerüstet für die nächsten Tage. ??

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