Biscaya Verlängerung

Eigentlich wollten wir wetterbedingt weiterziehen – aber als wir dann buchen wollten, hellte sich die Wettervorhersage in der Biscaya Bucht plötzlich auf. Also sind wir ganz in der Nähe geblieben.

Militärische Grenze am Strand: Achtung – Hier geht es nicht weiter!

OK … kurz nach unserer Buchung wurde die Wettervorhersage dann auch direkt wieder schlechter … und so sind wir jetzt hier bei durchmischtem Wetter: Immer mal wieder bewölkt, immer mal wieder Regen, immer mal wieder etwas Sonne, immer mal wieder warm und immer mal wieder kalt. Yoshi erfreut sich an der aktuellen Wetterlage – Er hatte schon ein wenig Probleme mit den 35°C der Vorwoche. So haben wir selbst bei Sonnenschein maximal 20°C – ideale Pelz-Temperaturen.

Dünen erklimmen ist bei den Temperaturen kein Problem mehr!
Nur ein bisschen Bildretusche 😉
Foto-Shooting – Behind the scenes

Die Bilder sind übrigens entstanden beim Besuch von Europas höchster Wanderdüne – Kennst du den Namen (ohne google-search!)? Dank des großartigen Tipp von Claire, zum parken außerhalb des Touristenparkplatzes, konnten wir stolze 7,- € (für 4 Stunden) sparen.

Dünen-Wanderung (Kräfteakt für die Waden!)

Die Dune du Pilat ist Europas höchste Wanderdüne – und sie ist ein wirklicher Sand-Gigant! Direkt an der Atlantikküste, südlich der Bucht von Arcachon in der französischen Gironde, türmt sich die Düne bis zu 110 Meter über den Meeresspiegel. Mit einer Länge von 2,7 Kilometern und einer Breite von 500 bis 600 Metern wirkt sie eher wie ein kleines Gebirge aus Sand, das sich zwischen Ozean und Pinienwald schiebt.

Mittelscheitel neu interpretiert
Die Düne ist so riesig, da ist ein Picknick angemessen.

Doch die Düne steht nicht still: Angetrieben von Wind und Gezeiten wandert sie jedes Jahr 1 bis 5 Meter weiter ins Landesinnere. Dabei begräbt sie still und unbeirrt Waldstücke, Straßen und auch mal Häuser – Sand kennt eben keine Kompromisse.

Ja, es war kalt und sehr windig!

Für Besucher ist sie heute ein spektakuläres Naturerlebnis. Wer den steilen Hang erklimmt, wird mit einem Panorama belohnt, das kaum zu toppen ist: zur einen Seite das endlose Blau des Atlantiks, zur anderen die weiten Pinienwälder der Region. Am Ende bleibt nur die Frage: Wie viel Sand darf’s in den Schuhen sein, damit man so eine Aussicht genießen darf?

Wie es immer so ist – geht man ein paar Meter abseits, trifft man kaum noch jemanden.

Bei so viel Sand-Wandereien braucht man natürlich auch eine Stärkung. Also ab zum nahegelegenen Hafen – wo es jede Menge kleine Austern-und-Fischrestaurants geben soll.

Wir kennen das ja schon von Frankreich (siehe hier): Viele gut bewertete Restaurants auf der Karte eingetragen, einige auch als “geöffnet” bei google gemeldet – aber alle geschlossen.

Fischerei-Hütten am Hafen La Teste-de-Buch

Mit drei Pullis an kann man muckelig wandern …

keep goinig

… und weiter wandern …

Vorbei an alten Austern-Matten, die zum trocknen auslagen und frischen Austern-Becken – Es riecht herrlich nach Salzwasser und Fisch!

Selbst Yoshi fängt an Ausschau zu halten … welches Restaurant hat denn hier offeeeen?

Wuff – Alles zu hier!

So langsam kriegen wir Hunger…

Wuff – Abendbrot gibt es heute wohl später!
Schöne Lichtstimmung zur Golden Hour

Irgendeine der Buden wird schon auf haben, oder? Hier wollten wir eigentlich hin:

Empfehlung von Claire und eine glatte Bestbewertung (5,0) bei google.

Als es dann schon langsam dunkel wurde haben wir tatsächlich noch EINE GEÖFFNETE Fischbude gefunden – By the way, wir reden von 19 Uhr 🙂

Le Testut – Mit 4,7 nicht besser bewertet als die Kabane
Bigorneaux, die Strand- oder Felsenschnecke
… diese kleinen Schneckchen leben in der Gezeitenzone und sind eine absolute Spezialität in der Küstentregion.
Feddisch!

Ein paar Austern und Tierchen mit dem Namen “Garnelen aus Madagaskar” und etwas Paté durften bei diesem Mahl natürlich auch nicht fehlen. Klare Emphelung also – War richtig lecker und total nett hier! Aber das haben wir uns aber ja auch nach der ganzen Wanderei mehr als verdient! Die Bedienung war total gut drauf und hatte etwas von Linda Perry, der Sängerin der “4 non blondes” und wir haben viel gelacht. Den Knoblauch in der Ajoli werden wir aber sehr wahrscheinlich nie wieder los!!! 😉

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