Alpen Tag 2: Stilfser Joch – Bozen

Los geht es auch heute wieder mit Behinderungen. Im Hotel waren wir noch die letzten, die bei wunderschönes Wetter aufgebrochen sind… der Parkplatz war am Vorabend noch überfüllt:

Aber schon 100m weiter auf der Passhöhe Stilfser Joch tobt die Trecker Hölle.

Warum auch immer man mit einer untermotorisierten, mittelalterlichen Agrarmaschine jenseits der Vegetationsgrenze die Rennstrecke verschmutzt… hunderte taten es an diesem Tag.

Nicht aus zu halten – also schnell abbiegen Richtung Schweiz. Die netten Schweizer im Bentley sind hilfsbereit eine schöne SD Karte für die 360° Kamera auf zu treiben. Nano-SD-Karten sucht man leider vergebens. Absolutes Highlight natürlich: Der S “nullt” auf 2500m auf der Passhöhe vom Umbrail-Pass. Happy Birthday, alter Mann! 🙂

Jetzt bloß keinen Fehler machen und wieder in Richtung Trecker abbiegen – als nächstes wartet der Passo die Gavia auf uns. Die Rampe auf der Nordseite weiß mit weiten Kurven zu gefallen. Der Abstieg über die Südrampe hingegen gerät so eng und knapp, dass man vor lauter rangieren bei Gegenverkehr nicht zum Fahren kommt. Landschaftlich ists natürlich trotzdem eine Augenweide. Da darf auf Filmaufnahmen natürlich nicht verzichtet werden.

Nach einer Stärkung gehts weiter zum Passo del Tonale. Ich glaube er ist ganz nett allerdings mit ein paar Asphaltschäden … aber ich hab keine genaue Erinnerung mehr 🙂

Kurz vor Bozen dann unser letzte Pass für heute. Nur 1363m hoch ist der Mendelpass – er kann uns trotzdem mit seinen geschmeidigen Kurven und dem abnehmenden Verkehr überzeugen. Seine Unscheinbarkeit verhilft uns zu freier Fahrt – wir leiben ihn. Auch die Straßen sind von überzeugender Qualität und die Querbeschleunigung kann maximiert werden. Ein wirklicher Genuss! Nur das Deutschlandspiel hält uns davon ab zu wenden und den Pass noch einmal zu fahren.

Also auf – eine Unterkunft suchen. Für Erheiterung sorgt unwegsames Gelände in Kombination mit dem gigantischen Radstand des M2. Nur mit Glück kriegen wir den BMW da wieder runter geschaukelt 😀

Die Unterkunft ist gefunden. Unschwer zu erkennen: deutlich moderner als gestern:

Krönender Abschluss für heute: Deutschland Spiel gegen Schweden. Nach 0:1 Rückstand und hämischen Lästereien unserer italienischen Gastgeber schießt Toni Kroos in der 95. Minute das erlösende 2:1. Es folgen alkoholisierte Diskussionen über Fußball, Stefan, 25 Autos in einer Garage, einen 55 jährigen Wirt ohne Führerschein der seine Autos bisher immer nur im Kilopreis verkauft hat und die morgige gemeinsame Ausfahrt. Wird sind für 10:00 verabredet 🙂

 

 

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Alpen Tag 1: München – Stilfser Joch

Der aufregende Trip begann schon in München. Das angemietete 550PS Auto hatte kein Profil mehr auf den Reifen… Und adäquaten Ersatz bei Sixt zu bekommen war mir jede Menge Diskussionen und Fahrerei verbunden. Schliesslich ging es dann doch mit 2h Verspätung los. Zum Glück hatten wir nicht so viele Kilometer geplant heute.

Erster Pass: Kaunertaler Gletscher Strasse. Wir sind spät da und es ist eine Sackgasse ohne Durchgangsverkehr, die Strasse ist also herrlich leer und so geht es vorbei an Kühen und Ochsen rauf auf 2750m.

Oben ist es noch 2°C und es schneit (ganz leicht).

Weiter über den Reschenpass der bis auf den untergegangenen Kirchturm von Alt-Graun kein Highlight darstellt. Also schnell weiter, denn ein Highlight wartet noch auf uns: das Stilfser Joch, das wir mittlerweile im Dunkeln, aber nicht unbeobachtet, erklimmen.

Pennen auf 2757m in einem Hotel wie es moderner kaum sein könnte 😉

Mit ein wenig Schwierigkeiten gestartet fallen wie doch zufrieden und hundemüde ins Bett.

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Island 360°

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Berge, Meer, Schnee, Sonne, Strand, Allradautos, glückliche Menschen … 🙂

 

 

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Und auf einmal ist da nur noch Eis!

Heute haben wir einen “kurzen” Halt an der Gletscher Lagune am Fjallsárlón eingelegt. Aus “nur mal kurz gucken” wurden insgesamt 11,73 km quer Feld ein und 16.794 Schritte über Steinberge und Moosfelder…

… Das Ziel immer vor Augen wollten wir es bis ganz an die Gletscherzunge schaffen. Der reißende Fluss machte uns dann aber kurz vor dem Erreichen einen dicken Strich durch die Rechnung. Wir mussten stoppen. Ein atemberaubender Anblick, den wir ganz nah erleben durften. Kaum zu glauben das dieser Gletscher in 120 Jahren einfach nicht mehr da sein wird! ‘Danke’ für diesen Moment!

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